MwSt Rechner

Der Regelsteuersatz beträgt nach Paragraf 12 Absatz 1 des Umsatzsteuergesetzes 19 Prozent, der ermässigte Satz sieben Prozent. Vom Netto zum Brutto wird mit 1,19 multipliziert, vom Brutto zum Netto durch 1,19 geteilt und nicht 19 Prozent abgezogen: 119 Euro brutto sind 100 Euro netto, nicht 96,39. Diese eine Verwechslung ist der häufigste Rechenfehler auf einer Rechnung.

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Wie die Umsatzsteuer gerechnet wird

  1. Der Satz steht im Gesetz, nicht in der Branche. Paragraf 12 Absatz 1 des Umsatzsteuergesetzes lautet: „Die Steuer beträgt für jeden steuerpflichtigen Umsatz 19 Prozent der Bemessungsgrundlage“. Absatz 2 beginnt mit den Worten „Die Steuer ermässigt sich auf sieben Prozent“ und zählt danach auf, für welche Umsätze das gilt, angefangen bei den in Anlage 2 des Gesetzes bezeichneten Gegenständen. Welcher Satz gilt, entscheidet also eine Liste im Gesetz und nicht die Gewohnheit einer Branche.
  2. Vom Netto zum Brutto und zurück. Der Aufschlag ist eine Multiplikation: netto mal 1,19 ergibt brutto, netto mal 1,07 beim ermässigten Satz. Der Rückweg ist eine Division durch denselben Faktor, nicht ein Abzug desselben Prozentsatzes. Der Steuerbetrag selbst ist die Differenz, oder direkt brutto mal 19 geteilt durch 119. Bei 19 Prozent sind das rund 15,97 Prozent des Bruttobetrags, und wer stattdessen 19 Prozent vom Brutto abzieht, rechnet sich um gut drei Prozent arm.
  3. Was auf der Rechnung stehen muss. Eine Rechnung trägt den Nettobetrag, den angewandten Steuersatz, den darauf entfallenden Steuerbetrag und den Bruttobetrag getrennt. Werden auf einer Rechnung beide Sätze verwendet, wird je Satz eine eigene Summe gebildet und der Steuerbetrag je Satz ausgewiesen; die Sätze werden nicht gemischt und nicht gemittelt. Rundungsdifferenzen entstehen, wenn je Position statt je Steuersatz gerundet wird.

Häufige Fragen

Wie rechne ich von brutto auf netto?
Durch 1,19 teilen beim Regelsteuersatz, durch 1,07 beim ermässigten Satz. Aus 119 Euro brutto werden 100 Euro netto und 19 Euro Steuer. 19 Prozent vom Bruttobetrag abzuziehen ergibt 96,39 Euro und ist falsch, weil die 19 Prozent auf den Nettobetrag berechnet werden.
Wann gelten sieben Prozent?
Für die Umsätze, die Paragraf 12 Absatz 2 des Umsatzsteuergesetzes aufzählt. Die erste und grösste Gruppe sind „die Lieferungen, die Einfuhr und der innergemeinschaftliche Erwerb der in Anlage 2 bezeichneten Gegenstände“. Anlage 2 ist eine Liste im Gesetz selbst; diese Seite gibt sie nicht wieder, sondern verweist auf sie.
Wie hoch ist der Steueranteil im Bruttopreis?
Bei 19 Prozent ist es der Bruttobetrag mal 19 geteilt durch 119, also rund 15,966 Prozent. Bei sieben Prozent ist es brutto mal 7 geteilt durch 107, also rund 6,542 Prozent. Diese beiden Faktoren sind die einzige verlässliche Art, aus einem Endpreis den Steuerbetrag herauszurechnen.
Gilt das auch für Kleinunternehmer?
Wer die Kleinunternehmerregelung des Paragrafen 19 Umsatzsteuergesetz anwendet, weist keine Umsatzsteuer aus und rechnet deshalb weder auf noch heraus. Ob jemand darunter fällt, hängt an Umsatzgrenzen des Vorjahres und des laufenden Jahres, und das ist eine Statusfrage, die diese Seite nicht beantwortet.

Die Vorschriften nach Thema

Quellen

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MwSt Rechner: 47 gesetzliche Vorschriften wörtlich zitiert und 3 festgehaltene Abwesenheiten (Rechner HQ Raster der gesetzlichen Zahlen).

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wörtlich zitierte gesetzliche Vorschriften · MwSt Rechner · 2026-09-12

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